Donnerstag, 23. Juni 2011

Captain Berlin versus Hitler



Regisseur: Jörg Buttgereit
Deutschland 2009
Laufzeit ca. 75 min
FSK 16


Cast (u. a.):
Jürg Plüss - Captain Berlin
Claudia Steiger - Ilse von Blitzen
Adolfo Assor - Graf Dracula
Sandra Steffel - Maria
Rafael Banasik - Hitler/Stimme
Jörg Buttgereit - Germanikus


Story:
Wir schreiben das Jahr 1973. Deutschland glaubt sich in Sicherheit. Doch Adolf Hitlers einstige Leibärztin Ilse von Blitzen hat es geschafft, sein Gehirn zu konservieren. Mit modernster Technik wird es zu neuem Leben erweckt, so dass der Führer wieder sprechen kann. Um dem Gehirn einen Körper zu verleihen, wird der Ostblock-Vampir Graf Dracula aus seiner Gruft befreit. Mit einer blonden, 16jährigen Jungfrau namens Maria als Köder soll er überzeugt werden. Die Maid nimmt er, doch er weigert sich Hitler zu einem neuen Körper zu verhelfen. Ilse von Blitzen verpflanzt das Gehirn in einen Roboter. Als Hitlerrobo will er seinen einstigen Traum von der Macht verwirklichen, doch er hat seiner Rechnung ohne seinen einstigen Widersacher Captain Berlin gemacht, dessen Tochter Dracula verschleppt hat. Erneut stellt sich Captain Berlin dem Bösen ...


Der Film:
Captain Berlin Versus Hitler war ursprünglich ein Theaterstück des Underground-Filmemachers Jörg Buttgereit (u. a. Nekromantik 1 und 2), welches 2007 in Berlin inszeniert wurde.
Für die DVD-Auswertung wurde das Theaterstück von Thilo Gosejohann (u. a. Operation Dance Sensation) aufgenommen und mit Ton- und Bildeffekten bearbeitet.


B2M’s Meinung:
Jaha, was soll man über diesen Film…dieses Theaterstück…diesen Film…dieses Theaterstück..DIESEN FILM (?) denn nun schreiben.
Als Kind der Neunziger, das überwiegend mit alten Monsterstreifen aus Japan aufgewachsen ist, ist mir der Name Jörg Buttgereit definitiv ein Begriff, schlieslich hatte sich der Mann intensiv mit eben solchen Filmen beschäftigt.
Natürlich ist mir auch die „etwas“ andere Art von Filmen bekannt, die Jörg Buttgereit bekannt gemacht haben, wie z.B. Nekromantik oder Schramm.
Daher war ich auch sehr gespannt auf sein neuestes Werk, welches ich im Theater nicht bewundern durfte, und bestellte mir die DVD damals gleich vor.
Der Film…das Theater…Ach scheiß drauf!!!
Captain Berlin versus Hitler ist ein Werk der etwas anderen Art. Allein die Geschichte lässt ehemalige Hitlerjugend-Kinderherzen zerbrechen doch dem Fan des Abgefahrenen treibt sie Tränen der Freude ins Gesicht.
Auch die visuelle Darbietung wäre für Theaterkritiker wohl das letzte vom letzten, doch MIR gefällt sie.
Mit einfachen Mitteln, dunkelbraunem Humor und einer Prise Antifaschismus hat Buttgereit hier ein Werk geschaffen, das mich beinahe vollends überzeugt.

Schauspielerische Höchstleistungen kann man keine Erwarten, doch spielt jeder Schauspieler seine Rolle passen für das uns vorgetragene Universum, in welche wir komplett untergehen können.
Hier und da gibt es Kleinigkeiten die mich ein wenig stören, doch das große Ganze kann sich sehen lassen.
Wer kein Fan der echten Geschichte von Hitlers Untergang ist, kann hier ruhig zugreifen, alten Ober-Sturmbann-Führern der SS rate ich jedoch strikt vom Einzug in solche Gefilde ab.
Also, wenn ihr möchtet, unterwandert den Film und schaut ihn bis zur Vergasung.




HorrorClown’s Meinung:
Zuallererst möchte ich mich bei den wenigen Menschen bedanken, die an der Umfrage teilgenommen hatten und mich mit der Wahl von Captain Berlin versus Hitler vor Buchidooo ALTAAAAA und Zeiten behindern Dich bewahrt hatten.
Dennoch hat es eine gaaaaanze Weile gedauert bin B2M und Ich Captain Berlin in den Player drückten. Die absolut Absurde Idee und Story von Cap. Berlin schreckten mich ab. Zu Unrecht, wie ich nun weiß! Es wird absolutes Synapsenchaos geboten und dass von Sekunde Eins ab. Alles aber auch wirklich Alles was es hier zu sehen gibt ist Schwachsinn, unrealistisch und absolut Liebenswert.
Spätestens mit dem Auftritt von Hitler’s Hirn ist jedem klar dass dieser Film… dieses Theaterst… egal, einfach Deutscher Trash in absoluter Reinkultur ist.
Mir selbst war Butti bis vor knapp einem Jahr überhaupt kein Begriff, da ich mich mit dem Underground der Filmszene kaum bis gar nicht beschäftigt habe.
Dennoch ist der gute Butti das beste was es an Innerdeutschen Regisseuren gibt.
Man merkt Cap. Berlin zu jeder Sekunde an, das Herzblut und Leidenschaft in Massen in das Projekt eingeflossen sind!
Die Schauspieler sind für deutsche Verhältnisse gut, wenn ich mir die ganzen Nassbirnen bei KZSZ und KZ11 so anschaue.
Ach ja Lieber Butti was soll ich sagen…
DANKE, DANKE für das abgedrehteste Projekt das jemals aus Vereinigten Deutschen Landen kam. Ich hab mich selten bei einem Film mit Quasi Grenzdebiler Handlung so saumäßig Gut unterhalten gefühlt!
In diesem Sinne grüße ich Butti und Adi’s Blondi!




Die DVD:
Der Film liegt mir in der DEUTSCHÄN…ähh tschuldigung…Deutschen Auflage von Media Target vor.
Der Film hat ein anamorphes Bild von 1,85:1, ist in Farbe, hat deutschen Ton und optional englische Untertitel.
Als Extras liegen neben einem Comic und einem Dog-Tag noch einige Sachen auf der Silberscheibe selbst bei:
-Audiokommentar mit Buttgereit und Gosejohann
-Exportfassung mit Anmerkungen in englsich
-Backstage Report
-Weltpremiere in Gelsenkirchen
-Bildergalerie
-Zwei Captain Berlin Kurzfilme
-Original Trailer zum Film und zwei Projekten von Gosejohann

Also alles was sich ein DVD-Fan wünscht.

Donnerstag, 3. März 2011

Resident Evil - Afterlife






















Cast & Crew:
Regie: Paul W. S. Andersons
Alice: Milla Jovovic
Claire: Ali Larter
Chris: Wentworth Miller
Shawn Roberts: Luther West
...




Story:
Nachdem Alice (Milla Jovovich), gemeinsam mit ihren Klonen, das Hauptquartier von "Umbrella" in Tokio angegriffen und zerstört hatte, kam sie selbst nur knapp mit dem Leben davon, im Kampf gegen den ebenfalls mutierten Albert Wesker (Shawn Roberts).Mit einem kleinen Propellerflugzeug macht sie sich darauf hin auf den Weg nach Alaska, wo sie hofft, ihre Freunde wieder zu finden, die dort Zuflucht in einer virusfreien Kolonie suchten. Doch außer eine Vielzahl anderer Flugzeuge, trifft sie dort nur Claire (Ali Larter) an, die ihr Gedächtnis verloren hat. Als sie mit ihr nach Los Angeles fliegt, wo sie eine Spur der Anderen vermutet, erkennt sie auf dem Dach eines riesigen Gefängniskomplexes Menschen, die um Hilfe bitten. Mit großer Mühe landet sie dort und befindet sich augenblicklich nicht nur mitten im verseuchten Gebiet, sondern umzingelt von tausenden Zombies...

Fazit:
Resident Evil - Afterlife bleibt im Grunde den, mehr oder weniger guten, Vorgängern treu und knüpft direkt an Resident Evil - Extinciton an. Erstmal führte ich mir diesen Film in 3D zu Gemüte, was den eigentlichen Schauwert des Films erhöhte. Inhaltlich ist Afterlife wie schon die drei Vorgänger eher seicht und nur am Namen, seien es die Charaktere, die Organisation oder der Titel sowie den Zombies, an den ersten Resident Evil Spielen. Auf DVD ist der Film wohl eher unnötig zu sehen, denn ohne die, schon im Kino plump wirkenden, 3D Effekte geht dem Film jegliche Substanz verloren. Erfreulich finde ich dann doch die Tatsache dass Herr Paul W. S. Anderson anfängt weitere Charaktere aus der Videospielreihe einzubauen. Über die Besetzung der jeweiligen Rollen lässt sich dann doch nicht Streiten, denn wer auch immer hier gecastet hat gehört in ein Sibirisches Zwangsarbeitslager. Albert Wesker sieht einfach nur schmierig und gelangweilt aus. Ali Larter als Claire Redfield ist ja wohl eine Beleidigung und bei aller Liebe und allem Respekt gegenüber Wentworth Miller aber ein Chris Redfield bist du leider nicht!
Nun zu dem größten Kritkpunkt gegenüber diesem Film. Er ist Resident Evil Historisch ungenau. Denn es wird die ganze Zeit von dem T-Virus gesprochen, bei Afterlife handelt es sich aber offensichtlich um den Las Plagas Virus ausgelöst durch Uroboros, welcher den Zombies die Fähigkeit verleiht ihre Unterkiefer aufzuklappen. Es wäre dem unwissenden Kinobesucher allerdings wohl auch zu viel zu erklären gewesen. Resident Evil - Afterlife wird eindeutig nur eine Fußnote unter den Softwareverfilmungen bleiben. Denn zu bieten hat der Film nichts. Und zu guter letzt bleibt noch eine Frage offen: WHO THE FUCK IS ALICE? UND WAS HAT SIE MIT RESIDENT EVIL ZU TUN???

von 8 sind mehr als genug.




Samstag, 26. Februar 2011

Defendor

File:Defendor poster.jpg

Regisseur: Peter Stebbings
Kanada 2009
Laufzeit ca. 97 Minuten
FSK 12

Cast (u. a.):
Woody Harrelson - Arthur Poppington/Defendor[2]
Kat Dennings - Katerina "Kat" Debrofkowitz
Sandra Oh - Dr. Park
Elias Koteas - Chuck Dooney
Michael Kelly - Paul Carter


Story:
Arthur Poppington ist nicht gerade der Hellste. Er ist etwas zurückgeblieben und wird meist missverstanden.

Doch was die meisten nicht wussten, wenn die Nacht hereinbricht beendet er seinen Job als Straßenarbeiter und wird zum Kämpfer gegen das Böse, dem Defendor.

Mit seinen selbst gebauten Waffen und seinem Mut sucht er nach dem großen bösen der Stadt, Captain Industry.

Eines Nachts, als er versucht der jungen Prostituierten Kat zu helfen, wird er zum großen Plagegeist des Verbrecherbosses der Stadt und rückt, ohne es zu wissen, einem Verbrechersyndikat zu sehr auf die Pelle.

Mit Hilfe von Kat kommt er einem ganz großen Ding auf die Spur, doch wird er leider von seinen Freunden Missverstanden und von den Cops für Verrückt erklärt.


Der Film:
Ähnlich wie der eine Jahr später erschienene „Kick-Ass“ dreht sich in dem Film darum, was passiert, wenn sich „normale“ Leute für Superhelden halten.

Doch der Titelgebende Held Defendor ist niemand der zu viele Comics gelesen hat, er ist niemand der den Cops nicht mehr traut, er will einfach nur die Welt verbessern, in dem er versucht gegen Drogen, Menschenhandel und Korrupte zu kämpfen, auch wenn dies nie so funktioniert wie erwartet.

Geschrieben wurde das Skript zum Film schon 2005, jedoch konnte Peter Stebbings niemanden in Hollywood von seiner Idee begeistern, so vergingen 2 Jahre bis der erste Interessent anbot den Film zu finanzieren und weitere 2 Jahre bis er gedreht werden konnte.


Meine Meinung:
Der Film selbst ist nichts bewegendes, ein etwas querer Typ nimmt die Verbrecherjagd allein in die Hand und hat damit mal mehr und mal weniger Erfolg. So etwas haben wir schon zu dutzenden gesehen.

Doch was diesen Film anders macht ist die Rolle des Defendors selbst, Woody Harrelson bringt den im Geiste jung gebliebenen Charakter sehr glaubwürdig rüber und die Art der Figur ist ihm wie auf den Leib geschneidert.

Man will tatsächlich mehr über den Charakter erfahren und freut sich jedes mal wenn man wieder eine kleine Rückblende vorgesetzt bekommt die uns erzählt warum er so ist, wie er ist.

Bis zum Ende bleibt die Geschichte gut erzählt und man ist sich nie sicher wie es wohl weiter geht, wird er die bösen jetzt fertig machen, oder bekommt er von ihnen die Fresse poliert?

Aber auch dieser Film ist eine von mir genannte „Moral-Bitch“, denn sie versucht uns die gute alte Frage zu stellen: „was muss getan werden damit die Menschen wieder etwas für eine bessere Welt tun?“

Der Film ist jetzt kein Meisterwerk, jedoch ist er gut genug für einen netten Filmabend und eine gute Unterhaltung für knapp 1 ½ Stunden.



Die DVD:
Der Film liegt mir in der Deutschen Verkaufsversion mit Wendecover vor.

Diese besitz ein anamorphes Bildformat von 2,35:1, Deutschen und Englischen Ton (jeweils in 5.1) und Untertitel in Deutsch, Türkisch und vor allem für mich wichtig, in Englisch.

Als Bonus bekommen wir entfallene Szenen, Bloopers, 5 Featurettes und einen Kommentar von Woody Harrelson, Kat Dennings und den Filmemachern.

Was mir bei diesem Film leider fehlt ist ein Umfassendes Making-Of, darum bekommt er nur